In meiner Praxis lege ich das bio-psycho-soziale Krankheitsmodell zugrunde. Dabei geht man davon aus, dass in der Entstehung psychischen Leidens jeweils ein komplexes Zusammenspiel biologischer (z.B. genetische; biochemische), psychischer (z.B. Grundüberzeugungen über sich selbst; biographische Lernerfahrungen, negative Erfahrungen etc.) und sozialer (welcher Art sind unsere jetzigen Beziehungen zu anderen; wie zufriedenstellend ist der momentane sozioökonomische Status etc.) Faktoren zum tragen kommt.
Zu Behandlungsbeginn geht es einerseits darum zusammen ein gemeinsames Verständnis für die Gründe und aufrechterhaltenden Faktoren Ihrer Beschwerden zu erarbeiten. Andererseits eine Diagnose zu stellen, dies gemäss wissenschaftlichen Richtlinien.
Hierzu gehören:
- Ausführliche Anamnese, in welcher im gemeinsamen Gespräch alle Daten und Fakten der bisherigen Krankheitsgeschichte zusammengetragen, die aktuellen Beschwerden genau eruiert und klassifiziert, Auslösefaktoren ausgemacht und die genauen Umstände im Berufs- und Privatumfeld erhoben werden.
- Ausschluss rein körperlicher Ursachen (wie einer Schilddrüsenfunktionsstörung, eines Vitamin-Mangels oder von Blutbildveränderungen etc.). Je nach dem erfolgen weitere externe Zusatzuntersuchungen mittels Magnetresonanztomographie (MRI), Elektroenzephalogramm (EEG), Elektrokardiogramm (EKG), Polysomnographie bei Schlafstörungen etc.
- Einsatz testpsychologischer und diagnostischer Fragebögen.